NEUSS -- Die 2. Xerox C-Level Convention fand unter dem Motto "Simplify your Business" am 21. und 22. September 2006 in Schloss Bensberg bei Kln statt. ber 60 Teilnehmer aus verschiedenen Branchen und von Unternehmen unterschiedlicher Gre wurden durch Jo van Onsem, General Manager Xerox Global Services in Deutschland, begrt. Hochkartige Gastreferenten wie Hilmar Kopper, Aufsichtsratsvorsitzender der DaimlerChrysler AG, und Norbert Quinkert, Vorsitzender der Geschftsfhrung der Motorola GmbH, prsentierten und diskutierten mit Top-Entscheidern der deutschen Wirtschaft. Zum Thema "Vereinfachung von Geschftsprozessen" fand ein reger Austausch statt. ber weite Strecken waren sich Referenten und Gste einig: Gezieltes Outsourcen von randstndigen, nicht umsatzrelevanten Prozessen an spezialisierte Anbieter kann den Prozessknoten entwirren und deutlich Kosten einsparen. Mit Hilfe der Xerox-Lsungen kann eine Organisation beispielsweise die Qualitt und Effizienz kritischer Geschftsprozesse durch ein Verschlanken des Dokumentenmanagements steigern.

Manager und Marktforscher

Marktforschungsexperte Dr. Thomas Reuner, Consultant Manager bei IDC, erluterte darber hinaus die aktuelle Entwicklung des BPO-Marktes (Business Process Outsourcing). Er prognostizierte, dass sich durch zeitgeme, flexible Outsourcing-Strategien groe Potenziale freisetzen lassen. Das Outsourcing-Marktvolumen werde sich in Deutschland innerhalb von fnf Jahren von knapp ber zehn Milliarden auf knapp unter 20 Milliarden Euro erweitern. Der relative Anteil von BPO wird sich im gleichen Zeitraum mehr als verdoppeln.

Dennoch gilt es, eventuelle Vorbehalte zu erkennen, gerade in Deutschland, wo man bezglich BPO den Entwicklungen im englischsprachigen Wirtschaftsraum um bis zu fnf Jahre hinterherhinke. IDC hat darum jngst eine reprsentative Befragung bei deutschen Mittelstandsunternehmen durchgefhrt mit dem Ziel, Hemmfaktoren fr BPO herauszufinden. An erster Stelle rangiert die Angst vor dem "Verlust von relevanten Fhigkeiten und Kenntnissen im Unternehmen". Danach folgen Bedenken wie "Verlust von Kontroll- und Steuerungsmglichkeiten", gefolgt von "Versteckte oder nicht vorauskalkulierbare Kosten".

IDC-Experte Reuner legte plausibel dar, wie man diese Hemmfaktoren ausrumen kann. Zum einen durch eine klare Definition und Konzeption: Ein Business Process Outsourcing-Vertrag regelt die bertragung der Verantwortung fr das Management und die Abwicklung einer oder mehrerer Unternehmenskernfunktionen oder Prozesse an einen externen Dienstleister. Der BPO-Anbieter ist Teil des Entscheidungsfindungsprozesses des ausgelagerten Prozesses oder der Funktion. Zum anderen durch eine klare Abtrennung zwischen BPO und IT-Outsourcing. Hauptunterschiede sah Reuner im Fokus von BPO auf das operative Management anstelle auf die IT und in der Zielsetzung: BPO ist fast immer auf die Verbesserung der Prozesse ausgerichtet.