NEUSS -- Xerox hat auf der Graph Expo in Chicago ein neues Digitaldruck-System unter dem Namen „Nuvera 288“ vorgestellt, das die Leistung von zwei Druckwerken in einem System zusammenfhrt. Die neue parallele Drucker-Architektur liefert der Industrie bislang unerreichte Druckleistung und -geschwindigkeit. Das Prinzip hnelt dabei dem der IT-Industrie, die durch die Einfhrung der Dual-Core-Architektur bei PC-Prozessoren einen enormen Geschwindigkeitszuwachs erzielen konnte. Xerox wird das Nuvera Digital Production System im zweiten Quartal 2007 in Nordamerika und Europa auf den Markt bringen. In Europa wird das System erstmals auf den Hunkeler Innovation Days zu sehen sein, die vom 5.-8. Februar 2007 im schweizerischen Luzern stattfinden.

Die Soft- und Hardware der parallelen Drucker-Architektur sorgt dafr, dass die beiden Druckwerke so zusammenarbeiten, als wren sie eine Einheit. Gleichzeitig ist die Architektur so flexibel, dass die beiden Druckereinheiten unter speziellen Umstnden auch unabhngig voneinander arbeiten knnen. Mit einer Kapazitt von 288 Seiten pro Minute, sprich 144 Doppelseiten, druckt das neue Nuvera-System doppelt so schnell wie herkmmliche Drucker und das mit einer Auflsung von 4800 x 600 dpi.

Selbstregulation dank TIPP-Technologie

„Dank dem dualen Druckwerk liefern wir mit dem Nuvera-System den weltweit schnellsten Einzelblatt-Drucker. Dank der so genannten TIPP-Technologie (Tightly Integrated Parallel Printing) kann sich das System teilweise sogar selbstndig regulieren“, erlutert Sophie Vandebroek, Chief Technology Officer bei Xerox und President der Xerox Innovation Group. Fr die parallele Drucker-Architektur hat Xerox ber 50 Patente eingereicht. TIPP umfasst verschiedene Innovationen von Xerox, die in Richtung selbstregulierendes Druckersystem zielen. Dazu gehrt beispielsweise eine „Pass Through Programming“ genannte Technologie. Sie sorgt dafr, dass das System weiterluft, auch wenn eine der zwei Drucker-Einheiten Service bentigt. Im „Pass Through“-Modus werden alle Seiten von einem Druckwerk abgebildet und durch die gerade nicht genutzte Einheit durchgeleitet. Das Ergebnis sind maximale Produktivitt und Betriebszeit.

TIPP umfasst auch Synchronisations-Optionen, welche die beiden Druckwerke verknpfen und sie wie eine Einheit agieren lassen. So wie im Auto die Kolben koordiniert ablaufen mssen, sind auch die jeweiligen Bewegungen der Seiten in jeder Drucker-Einheit genau zu kontrollieren. Damit das Papier die beiden Druckwerke in der gleichen, genau festgelegten Geschwindigkeit durchluft, misst das System das Arbeitstempo jeder Einheit mehr als tausendmal pro Sekunde und kontrolliert die Differenz. Auf diese Weise arbeiten beide Druckwerke wie eine Einzige und sorgen so fr hohe Produktivitt und Geschwindigkeit.

Die Druck- und Bebilderungsqualitt wird in jeder Drucker-Einheit lckenlos durch einen Sensor („unsichtbares Auge“) berwacht, der die Tonerdichte bis zu zweimal pro Sekunde misst. Der Sensor passt dann automatisch die Leistung der Laser in jeder der zwei Druckereinheiten an und sichert dadurch die perfekte Qualitt des Ausdrucks. Auf diese Weise erhlt jede gedruckte Seite eine einheitliche Qualitt unabhngig vom Druckwerk, ber die der Druckjob erfolgte.